Volontariate in Südafrika

KRIEGERISCHE URSPRÜNGE
Die Gründung Kapstadts im Jahre 1652 durch die Holländische Ostindien-Kompanie leitete die europäische Durchdringung Südafrikas ein. Kapitän Johan Antonie van Riebeek wollte eigentlich nur einen Stützpunkt auf dem langen Weg nach Osten errichten, aber aus dem Versorgungsposten wurde rasch eine blühende Siedlung und das niederländische Kolonialgebiet dehnte sich zunehmend aus. In den folgenden 100 Jahren bekämpften sich die holländischen Buren und ein Teil der Urbevölkerung am Fish River, der Grenze des Siedlungsgebietes. Als Anfang des 19. Jahrhunderts die Briten das reiche und strategisch wichtige Land besetzten und zur Kronkolonie erklärten, fühlten sich die Buren durch die britische Regierung und durch die ihnen aufgezwungenen Veränderungen so unterdrückt, dass sie in einem Massenexodus auf der Suche nach neuen Ländern nach Norden aufbrachen. Der «Grosse Treck» von 1835–1838, dem die Niederländer vor den Toren Pretorias mit dem Vortrekker-Monument ein gewaltiges Denkmal setzten, führte rund 14’000 Buren nordostwärts in Landstriche, die in der Hand der kriegerischen Zulukönige Shaka und Dingaan waren. In den blutigen, für beide Seiten sehr verlustreichen Gefechten am Blood River siegten die Buren. Sie gründeten in Natal, Transvaal und im Oranjegebiet mehrere Republiken.

ENGLISCH VERSUS AFRIKAANS
Die Entdeckung von Gold und Diamanten in dieser Region weckte wieder das Interesse der Briten; so kam es 1899–1902 zum Burenkrieg, in dem Grossbritannien den Widerstand der Buren endgültig brach. Die Briten versuchten nun aber, das Problem des burischen Nationalismus dadurch zu lösen, dass sie 1910 die autonome Südafrikanische Union gründeten – als Teil des britischen Commonwealth, aber mit voller Regierungsbeteiligung der Buren. Das Unabhängigkeitsstreben der Buren blieb trotzdem lebendig und mündete nach jahrzehntelanger Bemühungen 1961 in eine volle Loslösung der Republik Südafrika von Grossbritannien. Bis heute spiegelt sich diese Zweiteilung unter den Weissen in den beiden Landessprachen Afrikaans und Englisch wider, und bis heute herrscht auch eine gewisse Reserviertheit zwischen den Afrikaans und Englisch sprechenden Südafrikanern. In den ersten Jahren als eigenständige Republik geriet Südafrika immer wieder in die Schlagzeilen: Unruhen und blutige Demonstrationen aufgrund der Apartheid waren der Anlass dazu.

ENDE DER APARTHEID
Erst 1986 kam es zu einer Lockerung der Apartheid. Der grosse Umbruch begann 1990, als Nelson Mandela nach langjähriger Haft freigelassen wurde. Er, der wohl berühmteste Mann Südafrikas, wurde 1994 bei den ersten freien demokratischen Wahlen dann auch zum Präsidenten gewählt.

VOLONTARIATE IN SÜDAFRIKA:

Volontariate in Kapstadt

 

Länderinformationen

Amtlicher Name: Republik Südafrika
Fläche: 1'219'912 km²
Einwohner: 47 Mio.
Hauptstadt: Tshwane/Pretoria
Bevölkerung: 79.5% Schwarze, 9,2% Weisse, Farbige/Mischlinge/Mulatten 8,9%, 2,5% Asiaten
Sprache: Englisch, Afrikaans, diverse afrikanische Sprachen
Religion: 26% Independent African Churches, 9% römisch-katholisch, 7% evangelisch-methodistisch, 58 % andere
Staatsform: Präsidialrepublik
Geldmittel: Kreditkarten und/oder Reisechecks. Mit Kredit- und EC-Karten (nur mit Maestro-Logo) ist sind Bargeldbezüge an entsprechenden Bankautomaten möglich. Bei längeren Aufenthalten kann auch ein Bankkonto vor Ort eröffnet werden. Währung: Rand.

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